Verein Haus Lukas e.V.
Pflegen und Wohnen mitten in St. Georgen

Lebendiger Adventskalender St. Georgen 2022

Beim lebendigen Advenstkalender hatten wir am Montag, den 05. Dezember 2022 vor dem Haus Lukas ein besinnliches Treffen mit zahlreichen Teilnehmern.

Mit einem gemeinsamen Singen vor dem Haus Lukas wurde der Advent eingeläutet. Neben den Bewohnern und Mitarbeiterinnen der Pflegewohngruppe sangen auch etliche Angehörige, Nachbarn und Freunde kräftig mit. Plätzchen und warmer Punsch sorgten für eine kleine Erwärmung bei winterlichen Aussentemperaturen und für eine gemütliche Stimmung bei allen Adventssängerinnen und -sängern zur abendlichen Stunde.


Text und Bild © Dorfschreiber Uto R. Bonde


Lebendiger Adventskalender St. Georgen 2022

Jeden Abend, von 18:00-18:20 Uhr, findet ein Treffen an einem anderen Adventsfenster statt. Dabei wird sich ein geschmücktes „Fensterchen“ zum ersten Mal öffnen und im adventlichen Schein erstrahlen. Die Fensteröffnung beginnt um 18 Uhr mit der Begrüßung der Gastgeber:in. Anschließend können Lieder gesungen, eine Geschichte oder ein besinnlicher Text zum Advent gelesen oder gespielt werden. Das Zusammenkommen findet im Freien statt und dauert nicht länger als 20 Minuten.

Möge es eine Zeit des Innehaltens sein, eine Zeit um – manchmal auch nur kurz – zur Ruhe zu finden und sich auf das eigentlich Wichtige in der Adventszeit zu besinnen.

 


Älteste St. Georgenerin verstorben

März 2022

Im gesegneten Alter von fast 105 Jahren verstarb die älteste Bürgerin von St. Georgen (Zweitälteste von Freiburg im Breisgau): Hilde Ida Bonde.

Die Hälfte ihres Leben wohnte sie im Freiburger Stadtteil. Als jüngstes Kind von sieben Geschwistern war sie in der Hochschwarzwälder Gemeinde Menzenschwand aufgewachsen. Die Eltern betrieben eine kleine Landwirtschaft und der Vater, Karl Kaiser, war einer der wichtigen Amtsträger der Gemeinde- als Oberpostschaffner holte er täglich Postsendungen in St. Blasien und verteilte sie an die Empfänger der entlegenen Gemeinde. Im Sommer war er zu Fuss oder per Fahrrad unterwegs und im Winter auf Skiern; sein Zustellbezirk schloss damals noch das Erholungs- und Wanderheim für „minderbemittelte Jugendliche“ vom Diözesan Caritasverband auf dem Anwesen Feldberg „Jägermatt“  mit ein.

Da sie die Stall- und Feldarbeit nicht mochte, ging sie nach dem Besuch der örtlichen, einklassigen Volksschule in „Stellung“, d.h. sie verdingte sich als Hauswirtschafterin bei größeren Familien und führte lange Jahre u.a. Haushalte Freiburger Profes-sorenfamilien (Wiehre/ Waldsee) und der Bäckerei Keller in der Löwenstraße. Als interessierte junge Frau fand sie auch Arbeit während der Kriegszeit (1940/41) in Bad Hersfeld und danach in Hirschegg/ Kleinwalsertal (1948/49), bevor sie wieder in „ihren geliebten“ Schwarzwald zurückkehrte und lange Jahre die Pension „Post“ in Schluchsee führte.

Mit der Heirat (1961) des Witwers Klemens Bonde (Zollsekretär) wurde Freiburg ihr Lebensmittelpunkt, der nach Umzug (1969) in den Stadtteil St. Georgen verlegt wurde. In der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul war sie eine treue Gottesdienst- und Rosenkranzbesucherin. „ Sie war eine der langjährigen Getreuen und die letztlich auch das älteste Gemeindemitglied in Uffhausen– auch im Stadtteil“, stellte Pfarrer Franz Wehrle und der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach bei einem der letzten Geburtstage in der Gabelsbergerstraße fest.
Noch bis zum Alter von 97 Jahren führte sie ihren Haushalt selbstständig – in der Theodor- Heuss-(THG) Schulzeit ihrer drei Enkelkinder Alexander, Sebastian und Benjamin war sie ein begehrter Anlaufpunkt für „köstliches Mittagessen“ (Originalzitat), zu dem auch öfters Schulkameraden mitgehen durften. „Für Hungrige gibt es in meiner Küche immer noch etwas“, war ihre christlich- fürsorgliche Lebenseinstellung, was sie noch aus früheren Kriegserfahrungen prägte.

Nicht nur für ihre Nachbarn in St. Georgen war „Oma Bonde“ eine beliebte Gesprächspartnerin, sondern auch für ihre Enkel- und sieben Urenkelkinder, die sie liebevoll „Oma-Oma“ nannten.

In der Gemeinschaft der Pflegewohngruppe „Haus Lukas“ lebte sie seit Dezember 2020 und war für die Gemeinschaft eine geschätzte Mitbewohnerin, die vieles aus ihrem Leben erzählen konnte - gerne beteiligte sie sich am gemeinsamen Singen und Erzählen von ihrer Schwarzwälder Heimat am Fuße des Feldberges.

Text und Bild © Dorfschreiber Uto R. Bonde


Partnerschaft von Haus Lukas und dem Oberlin Kindergarten

Begegnungen .... Erlebnisse ..... Freude

Wenn wir  - BewohnerInnen und Begleiter von Haus Lukas - auf dem Rückweg von  unserem Spaziergang die Kinder hören, so schauen wir gerne noch beim Kindergarten vorbei und freuen uns über das Kinderlachen und das eifrige Spiel.
Unser Bänkle dort bietet uns Gelegenheit, kurz zu verweilen und für einen Moment „in die Welt der Kinder einzutauchen“  -  Corona-bedingt alles noch vom Zaun aus – wir freuen uns aber schon sehr darauf, wenn wir ab und zu mitten im Geschehen sein dürfen bzw. uns die Kinder auch mal im Haus Lukas besuchen kommen.  Oder wenn wir endlich zusammen Feste feiern können – es wäre so Vieles denkbar.  Genießen wir die Vorfreude! 
Besondere Höhepunkte gibt es aber zur Abholzeit der Kinder zwischen 14 und 14.30 Uhr: dann treffen wir zusätzlich noch viele freundliche Eltern und manchmal ergibt sich sogar ein kleines „Schwätzchen“ –
ein schönes Miteinander von Jungen und Älteren!
Insbesondere zwei Bewohnerinnen  - eine  war selbst früher Erzieherin – freuen sich über die Kinder und nicht zuletzt  freuen wir uns alle über das uns gegenüber sehr aufgeschlossene Kindergartenpersonal! So kann und wird noch einiges wachsen können!

Für das Begleitteam vom Haus Lukas 
Andrea Killy-Temmes